Vom Stadtgraben zur Stadterweiterung
Die Hainstraße liegt am südlichen Rand der Altstadt im Bereich der früheren Befestigung. Zwischen Johannestor und Peterstor wurde der Stadtgraben 1839 verfüllt. Danach entwickelte sich eine neue Verkehrs- und Bebauungsachse.
Das heutige Straßenbild entstand in wesentlichen Teilen zwischen etwa 1860 und 1900. Einzelne Gebäude und Bauteile wurden im Laufe der Zeit erweitert, umgebaut oder neu geordnet.
Was über Hainstraße 17 bekannt ist
Das Gebäude ist in der veröffentlichten Kulturdenkmalliste als Wohnhaus geführt und gehört zum historischen Zusammenhang der Gesamtanlage. Die Kurzbeschreibung nennt Flur 44 und Flurstück 9/1.
Ein exakt belegtes Baujahr ist in den bislang ausgewerteten Unterlagen nicht überliefert. Hinweise aus vorliegenden Finanz- und Katasterarchiven sprechen dafür, dass Teile des heutigen Hauses bereits vor oder um 1881 bestanden und später verändert wurden. Die Jahreszahl 1881 ist deshalb eine plausible historische Einordnung, kein abschließend gesichertes Baujahr.
Historisch außen, 2026 im Erdgeschoss erneuert
Gegliederte Putzfassade, Giebel, Bogenmotive und die hölzerne Veranda geben Hain 17 seinen eigenen Charakter. Das Erdgeschoss wurde 2026 kernsaniert. Die Unterkünfte verbinden den historischen Rahmen mit heutigen Küchen, Bädern, natürlichen Materialien und eigenständigen Wohnbereichen.
